3. März 2026
Startschuss für Ausbau des Flüsseradwegs zwischen Oberkotzau und Döhlau

Die Trasse des Saaleradwegs zwischen Oberkotzau und Döhlau wird im Rahmen des Flüsseradweg-Projektes auf rund 2.100 Metern ausgebaut und asphaltiert und damit die Befahrbarkeit deutlich verbessert. Für die Baumaßnahme gaben Landrat Dr. Oliver Bär, Oberkotzaus Bürgermeister Stefan Breuer und Döhlaus Bürgermeister Marc Ultsch nun den Startschuss.
„Passend zum Frühlingsbeginn ist jetzt auch Baubeginn weiterer Abschnitte unseres Flüsseradweges, unter anderem zwischen Oberkotzau und Döhlau“, freute sich Landrat Dr. Oliver Bär beim Vor-Ort-Termin. „Man wird dort auf einer bestehenden Trasse, die wunderbar neu gestaltet werden wird, entlang der Saale Rad fahren können – oder wandern oder sich mit Hilfsmitteln fortbewegen können. Möglich wird das unter anderem durch den finanziellen Einsatz des Marktes Oberkotzau, der Gemeinde Döhlau und durch die finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Entsprechende Fördermittel haben wir akquiriert.“
Diese Ausbaustrecke des Flüsseradwegs, die bis Ende Mai fertiggestellt sein soll, umfasst die Abschnitte 64 und 65 mit insgesamt 1.738 Metern auf dem Gebiet des Marktes Oberkotzau sowie den Abschnitt 66 mit 405 Metern auf dem Gebiet der Gemeinde Döhlau. Die Trasse entspricht hier der des Saaleradwegs. Im Rahmen der Baumaßnahme wird der bereits als Feldweg vorhandene Radweg mit einem natur- und ressourcenschonenden Verfahren entsprechend eines Wirtschaftswegs ausgebaut, auf drei Meter Breite leicht verbreitert und asphaltiert. So wird die ganzjährige Befahrbarkeit dieser sowohl für Einheimische und Pendler als auch für Ausflügler und Touristen interessanten Strecke deutlich verbessert.
Im Markt Oberkotzau freue man sich sehr über den Baubeginn, so Bürgermeister Stefan Breuer: „Den Radweg haben wir schon seit einiger Zeit auf dem Schirm, doch Ideen waren hinsichtlich der Kostenentwicklung schwierig umsetzbar. Jetzt ging es trotzdem ganz schnell, und der Weg wird nach Abschluss der Arbeiten ganzjährig befahrbar sein. Das ist nicht nur ein Vorteil für Radfahrer, sondern auch Fußgänger, wie zum Beispiel Senioren mit Rollator, die so in die Natur raus können. Ein echter Mehrwert.“
Bürgermeister Marc Ultsch betont die Bedeutung einer gut ausgebauten Rad-Verbindung zwischen den Gemeinden: „Auch für Döhlau ist der Ausbau ein Riesengewinn. Man darf nicht vergessen: Oberkotzau hat einen Bahnanschluss und Geschäfte, auf die wir als benachbarte kleine Gemeinde mit angewiesen sind. Und das Radfahren wird natürlich immer beliebter.“
Doch die Trasse hat auch überregionale, touristische Bedeutung, denn sie ist Teil des Fernradweges Deutschlandroute D11. Dieser führt auf mehr als 1.645 Kilometern von der Ostsee bis nach Oberbayern und verbindet als beeindruckende Nord-Süd-Achse herrliche Landschaften sowie eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Die Abschnitte 65 und 66 werden daher mit Zuwendungen des Bundesamtes für Mobilität und Logistik über das Förderprogramm „Radnetz Deutschland“ bis zu 75 Prozent gefördert. Der Abschnitt 64 wiederum wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr über Fördermittel für Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Hof bis zu 80 Prozent gefördert. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens wurden Gesamtkosten in Höhe von rund 700.000 Euro für die drei Abschnitte 64, 65 und 66 ermittelt.
Über den Flüsseradweg: Der Flüsseradweg soll auf zirka 90 Kilometern im Landkreis Hof die drei Flüsse Main, Saale und Elster miteinander verbinden. Davon werden über 50 Kilometer aus- bzw. neugebaut. Er ist ein Projekt des Landkreises Hof mit zwölf beteiligten Kommunen. Durch die Trassen des Flüsseradwegs wird nicht zuletzt auch der Berufs- oder Alltagsradverkehr verbessert. Darüber hinaus wird durch die Realisierung des Projektes die Anbindung an überregionale Fernradwege bzw. Themenradwege, die durch den Landkreis führen, erreicht.






