19. März 2026
Sachsens Kultusminister besucht Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens hat das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth besucht. Gemeinsam mit den beiden sächsischen Landtagsabgeordneten Jörg Schmidt und Andreas Heinz machte er sich vor Ort ein Bild vom im vergangenen Herbst neu eröffneten Museumsgebäude. Der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär und Museumsleiter Robert Lebegern führten die Gäste durch die neue Dauerausstellung und gaben Einblicke in Konzeption und Aufbau der neuen Dauerausstellung.
Neben den klassischen Ausstellungsstationen informierte sich die Delegation auch über die digitalen Vermittlungsangebote des Museums. Besonders im Fokus stand dabei die VR-Brillen-Station, die die spektakuläre Ballonflucht erlebbar macht, die einst im oberfränkischen Naila im Landkreis Hof glücklich endete. Dieses Angebot wurde im Rahmen des Smart-City-Projekts des Landkreises Hof realisiert. Ergänzt wird es durch einen VR-Rundgang mit insgesamt sieben Stationen durch Mödlareuth, der Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen und authentischen Einblick in die Zeit des geteilten Dorfes bis hin zur Wiedervereinigung ermöglicht.
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens hat heute das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth besucht. Gemeinsam mit den beiden sächsischen Landtagsabgeordneten Jörg Schmidt und Andreas Heinz machte er sich vor Ort ein Bild vom im vergangenen Herbst neu eröffneten Museumsgebäude. Der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär und Museumsleiter Robert Lebegern führten die Gäste durch die neue Dauerausstellung und gaben Einblicke in Konzeption und Aufbau der neuen Dauerausstellung.
Neben den klassischen Ausstellungsstationen informierte sich die Delegation auch über die digitalen Vermittlungsangebote des Museums. Besonders im Fokus stand dabei die VR-Brillen-Station, die die spektakuläre Ballonflucht erlebbar macht, die einst im oberfränkischen Naila im Landkreis Hof glücklich endete. Dieses Angebot wurde im Rahmen des Smart-City-Projekts des Landkreises Hof realisiert. Ergänzt wird es durch einen VR-Rundgang mit insgesamt sieben Stationen durch Mödlareuth, der Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen und authentischen Einblick in die Zeit des geteilten Dorfes bis hin zur Wiedervereinigung ermöglicht.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand neben der inhaltlichen Ausrichtung insbesondere die Bildungsarbeit des Museums. Mit rund 17.000 Exponaten verfügt das Deutsch-Deutsche Museum über einen umfangreichen Bestand, von dem jedoch nur ein Teil in der Ausstellung gezeigt werden kann. Ziel ist es, die Geschichte der deutschen Teilung anschaulich und erlebbar zu vermitteln – gerade auch für jüngere Generationen.
Ein wichtiges Thema des Austauschs war deshalb auch die Frage, wie künftig noch mehr Schulklassen aus Sachsen für einen Besuch in Mödlareuth gewonnen werden können. Aktuell stammen etwa 80 Prozent der Schülergruppen aus den alten und rund 20 Prozent aus den neuen Bundesländern. In der Erwachsenenbildung zeigt sich hingegen ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis. Das Museum verfügt über entsprechende Kapazitäten und baut diese auch weiter aus – unter anderem durch eine Verstärkung im museumspädagogischen Bereich. Insgesamt zählt das Deutsch-Deutsche Museum jährlich über 80.000 Besucherinnen und Besucher, in Spitzen bis zu 100.000 Besucher.
„Ich bin Landrat Bär sehr dankbar, dass er uns heute durch dieses tolle Ausstellungsgebäude geführt hat. Als Kultusminister ist mir natürlich wichtig, dass es besonders für junge Menschen attraktiv gestaltet ist – und das kann ich bestätigen. Wir haben gesehen, dass viele Schulen schon hier vor Ort sind, es gibt auch ein sächsisches Geschichtscamp, das hier jedes Jahr stattfindet, aber es kann immer noch mehr sein. Die Ereignisse rücken immer weiter in die Vergangenheit zurück und deshalb ist es ganz wichtig, jungen Menschen das erlebbar zu machen, was durch die Teilung an Leid da war und was für ein großes Glück es ist, dass Deutschland das überwunden hat“, betonte Kultusminister Conrad Clemens.
Auch Landrat Dr. Oliver Bär hob die Bedeutung des Termins hervor: „Für uns war wichtig, dass wir mit dem sächsischen Minister, der für die Schulen zuständig ist, darüber sprechen konnten, wie wir noch mehr Schulklassen hier in Mödlareuth betreuen können – denn genau dafür haben wir dieses Museum gebaut. Wir wollen insbesondere denjenigen Geschichte vermitteln, die die deutsch-deutsche Geschichte nicht selbst erlebt haben. Als Zweckverband mit sächsischer Beteiligung hoffen wir, die Zahl der Besucherinnen und Besucher – insbesondere der Schülergruppen – aus Sachsen weiter erhöhen zu können.“
Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth nimmt eine besondere Rolle ein: Es erinnert am authentischen Ort an die Teilung eines Dorfes, das bis heute sowohl zu Bayern als auch zu Thüringen gehört. Gleichzeitig ist auch der Freistaat Sachsen im Zweckverband vertreten. Ein prägendes Element der Ausstellung ist der ehemalige Grenzturm in Heinersgrün, der bewusst integriert wurde, um auch die sächsische Perspektive sichtbar zu machen. Gerade solche authentischen Zeugnisse und Orte – ergänzt durch moderne Formate wie die VR-Anwendungen – machen die Dimension und die Auswirkungen der deutschen Teilung eindrucksvoll nachvollziehbar.
Einigkeit bestand bei allen Beteiligten darin, das Museum für Besucherinnen und Besucher aus allen drei Bundesländern gleichermaßen attraktiv weiterzuentwickeln und die Besucherzahlen langfristig noch stärker anzugleichen. Denn je weiter die Zeit der deutschen Teilung zurückliegt, desto wichtiger werden Orte wie Mödlareuth, an denen Geschichte unmittelbar erfahrbar bleibt.

Susan Burger (Museumspädagogin Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth), Christine Franz (Geschäftsführerin Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth), Museumsleiter Robert Lebegern, Jörg Schmidt (Mitglied des sächsischen Landtags), Sachsens Kultusminister Conrad Clemens, Andreas Heinz (Mitglied des sächsischen Landtags), Landrat Dr. Oliver Bär









