17. März 2026
Pilotprojekt zur Frequenzmessung auf Radwegen im Landkreis Hof

Der Landkreis Hof startet ein Pilotprojekt zur Frequenzmessung auf Radwegen. Ziel ist es, künftig besser nachvollziehen zu können, wie stark einzelne Abschnitte des Radwegenetzes genutzt werden. Grundlage dafür ist das bereits aufgebaute LoRaWAN-Netz des Landkreises, über das die Sensoren ihre Daten energieeffizient übertragen.
Nachdem im vergangenen Winter bereits die Taupunktsensoren erfolgreich getestet wurden, folgt nun ein weiterer Praxistest für digitale Anwendungen im Landkreis Hof. An ausgewählten Stellen im Radwegenetz werden dafür testweise Sensoren installiert. Insgesamt 21 Stück verteilt auf den gesamten Landkreis – wie jetzt auch am Saaleradweg bei Sachsenvorwerk in der Gemeinde Berg. Die Standorte befinden sich entlang wichtiger Radrouten, darunter der Saaleradweg, der Perlenradweg, der Selbitztal-Radweg und der Flüsseradweg. Die Geräte sind etwa so groß wie eine DIN-A4-Seite und werden über ein kleines Solarpanel mit Strom versorgt. Dadurch können sie unabhängig von einem vorhandenen Stromanschluss betrieben werden.
Die Sensoren erfassen Bewegungen und zählen, wie viele Radfahrer eine Messstelle passieren und aus welcher Richtung sie kommen. Auch Spaziergänger, die gelegentlich auf den Radwegen unterwegs sind, werden dabei als Bewegung registriert. Wichtig ist dabei: Eine Erfassung einzelner Personen findet ausdrücklich nicht statt. Die Sensoren zählen ausschließlich Bewegungen. Es werden keine Bilder aufgenommen und keine personenbezogenen Daten erfasst.
„Durch unsere Smart-City-Initiativen haben wir bereits eine Vielzahl an Anwendungen geschaffen, die nun Schritt für Schritt möglich werden. Die Fahrradsensoren sind ein weiteres Beispiel dafür. Wir testen ihren praktischen Nutzen und werden die gewonnenen Erkenntnisse sorgfältig auswerten, um daraus die richtigen Schlüsse für die Weiterentwicklung unserer Infrastruktur zu ziehen“, erklärt Landrat Dr. Oliver Bär.
Mit dem Pilotprojekt gewinnt der Landkreis belastbare Daten zur tatsächlichen Nutzung einzelner Radwegeabschnitte. Die Auswertungen helfen dabei, Entwicklungen im Radverkehr besser zu erkennen und das Radwegenetz gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig können die Erkenntnisse eine Grundlage sein, um auch begleitende Angebote rund um das Radfahren – etwa Rastmöglichkeiten, Servicepunkte oder touristische Angebote – bedarfsgerecht zu planen.
„Die Sensoren liefern uns erstmals eine fundierte Datengrundlage darüber, wie unsere Radwege tatsächlich genutzt werden. Diese Informationen sind entscheidend, um Maßnahmen künftig noch gezielter planen und umsetzen zu können“, ergänzt Projektmanagerin Vanessa Wagner.
Geplant ist außerdem, die erfassten Nutzungsdaten künftig transparent aufzubereiten und über eine Website öffentlich zugänglich zu machen. Interessierte Bürger, Kommunen und weitere Akteure sollen dort Einblick in die Entwicklung der Radverkehrszahlen erhalten. Die technische Umsetzung befindet sich derzeit in Vorbereitung, sodass die Veröffentlichung voraussichtlich in wenigen Wochen erfolgen wird.

Auf dem Bild von links nach rechts: Richard Himes (Projektteam Smart City), Paul-Bernhard Wagner (Projektteam Smart City), Landrat Dr. Oliver Bär, Patricia Rubner (Bürgermeisterin Berg), Vanessa Wagner (Projektteam Smart City), Norbert Ittner (Kreisbauhof), Jürgen Wälzel (Fachbereichsleiter Tiefbau) und Rainer Voigt (Kreisbauhof).







