18. März 2026

Mödlareuth wird „Ort der Demokratie in Bayern“

das Präsidium des Bayerischen Landtags hat Mödlareuth als einen von sieben neuen „Orten der Demokratie in Bayern“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Freistaat die besondere Bedeutung des geteilten Dorfes und des Deutsch-Deutschen Museums als lebendigen Ort der Erinnerungskultur.

„Mödlareuth steht wie kaum ein anderer Ort für die Geschichte der deutschen Teilung und die Bedeutung von Demokratie und Freiheit. Vom geteilten Dorf seit 1949 bis hin zum heutigen Deutsch-Deutschen Museum, das Erinnerungskultur lebendig hält, zeigt sich hier eindrucksvoll: Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen bewahrt und reflektiert werden. Dass Mödlareuth nun als Ort der Demokratie in Bayern ausgezeichnet wird, ist Anerkennung dieses einzigartigen historischen Ortes und zugleich Auftrag für die Zukunft“, betonte Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

„Wir freuen uns sehr und ich bedanke mich herzlich bei der Landtagspräsidentin Ilse Aigner für diese Auszeichnung. Sie unterstreicht einmal mehr die nationale Bedeutung Mödlareuths als Ort der Freiheit und der Demokratie. Mödlareuth ist ein Ort, an dem Geschichte begreifbar wird – und an dem insbesondere junge Menschen die zentralen Werte unserer Demokratie unmittelbar erfahren können. Mit dem im vergangenen Jahr eröffneten neuen Museumsgebäude leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig stärkt die Auszeichnung die Aufmerksamkeit für diesen besonderen Ort“, so der Hofer Landrat und Vorsitzender des Zweckverbandes Dr. Oliver Bär.

Die Auszeichnung sei eine wichtige Bestätigung für die Arbeit des Museums und die Bedeutung Mödlareuths als Erinnerungsort. „Diese Anerkennung unterstreicht, dass Mödlareuth mehr ist als ein Museum – es ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und Demokratie erfahrbar gemacht wird. Für uns ist es Auftrag und Motivation zugleich, diesen Ort und die deutsch-deutsche Geschichte vor allem auch für junge Menschen erlebbar zu machen“, ergänzt Bär.

 

Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth dokumentiert die Teilung des Dorfes, das bis heute zwischen Bayern und Thüringen geteilt ist, und vermittelt die deutsch-deutsche Geschichte durch seine Dauerausstellung, ein ebenfalls neu gestaltetes Außengelände mit Original-Anlagen sowie moderne Vermittlungsformate wie VR-Rundgänge. Besucherinnen und Besucher können so die historische Teilung nicht nur sehen, sondern auch auf besonders anschauliche und authentische Weise erleben.

Die neuen Orte der Demokratie in Bayern werden durch eine goldene Gedenk-Stele sichtbar gemacht. Neben Mödlareuth wurden sechs weitere Schauplätze mit besonderer demokratiegeschichtlicher Bedeutung ausgezeichnet, darunter Nürnberg, Ismaning, München, Traunreut, Tutzing und Wunsiedel. Die Auswahl erfolgte auf Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats unter Leitung von Staatsminister a.D. Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Dr. Ferdinand Kramer. Bereits 2019 hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner gemeinsam mit dem Landtagspräsidium das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth besucht und sich ein Bild von dessen Arbeit und Bedeutung gemacht.

Gedenk-Stele – Goldfarbener Würfel, gefasst auf einer Steinsäule

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18. März 2026