10. Februar 2020

Orkantief „Sabine“

Orkantief Sabine fegt über Oberfranken hinweg. Der Zugverkehr wurde eingestellt, Schulen und viele Kindergärten im Hofer Land bleiben am Montag geschlossen. Einige Straßen in der Region sind durch umgestürzte Bäume blockiert.

Dennoch blieb der Landkreis Hof von dramatischen Folgen verschont.

Schule am Dienstag geöffnet - Straßensperren dauert an

Wie der Hofer Schulamtsdirektor Stefan Stadelmann mitteilt, kann nach sorgfältiger Beobachtung der Wetterprognosen, der Unterricht am Dienstag in Stadt und Landkreis Hof planmäßig stattfinden kann.

Wegen mehrerer Bäume, die drohen, auf die Straße zu fallen, ist die HO 32 Thiemitz Richtung Räumlas gesperrt. Eine Beseitigung der Bäume ist derzeit aufgrund der Gefahrenlage nicht möglich. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Sperrung bei voraussichtlich morgen Abend andauern wird. 

Weiterhin gesperrt bleibt außerdem die HO 40 zwischen Oberkotzau und Kautendorf. Diese Sperrung wird nach aktuellem Stand bis morgen Mittag andauern.

Vorsorglich bleibt auch der Streckenabschnitt Wurlitz Richtung Kautendorf gesperrt. Ebenso wie die Verbindungsstraße Mittelschieda Richtung ST 2177. Mittelschieda ist aktuell nur über Hallerstein erreichbar. 

Eine aktuelle Übersicht zur Verkehrslage in der Region erhalten sie unter: https://strassensperrung.landkreis-wunsiedel.de/

Die Integrierte Leitstelle Hochfranken fasst die Geschehnisse der vergangenen Nacht wie folgt zusammen:

Die Vorhersagen der Wetterdienste trafen fast zu 100% in Stärke und Verlauf ein.
Wir erlebten bisher mit "Sabine" keinen "Jahrhundertsturm", aber einen Sturm der uns beschäftigte.

Die aktuelle Lage um 07:00 Uhr:

- In einigen Orten im Bereich Hochfranken ist der Strom ausgegfallen. Die Energieversorger sind verständigt und arbeiten an der Behebung der Störungen.

- Einige Straßen sind aufgrund mehrerer umgestürzter Bäume für den Verkehr für einige Stunden komplett gesperrt. Die Straßenbaulastträger, Bauhöfe und Feuerwehren sind bereits dabei die Straßen wieder passierbar zu machen.

Die Nacht war in unserer Region stürmisch, aber aus einsatztechnischer Sicht insgesamt ruhig.

Um 04:30 Uhr begann die Hauptphase des Sturms mit Orkanböen. Gegen 06:00 Uhr begann der Wind wieder langsam abzuflauen.

Die Gesamtlage hat sich momentan beruhigt.
Gegen Mittag ist voraussichtlich noch einmal mit auffrischendem stürmischen Wind zu rechnen.
Insgesamt ist damit zu rechnen, dass die nächsten Stunden und Tage windig bleiben.

Seit 04:00 Uhr bis 07:00 Uhr haben wir in der ILS Hochfranken ca. 90 unwetterbedingte Einsätze an die Feuerwehren, die Bauhöfe und Straßenbaulastträger vermittelt.
Das häufigste Szenario war "Baum über Fahrbahn". Auch abgedeckte Dächer und lose Fassadenteile sorgten für Einsätze.
Es gab zwei Verkehrsunfälle, bei denen Verkehrsteilnehmer mit ihren Pkw gegen umgestürzte Bäume fuhren und sich dabei leicht verletzten.

Da alle Einsatzdienste und wir in der ILS auf diesen Sturm vorbereitet waren, konnten alle Einsätze sehr zügig und ruhig abgearbeitet werden.

Danke an alle Einsatzdienste für die Einsatzbereitschaft! Die Zusammenarbeit mit der PEZ Oberfranken lief hervorragend.

Ein Lob an unsere Mitbürger, die die Warnungen sicher beherzigten. Durch deren umsichtigen Umgang mit der angekündigten Sturmlage, wurden sicher einige weitere Einsätze vermieden.

Besonders freut uns, dass bis jetzt niemand durch den Sturm ernsthaft verletzt oder gar getötet wurde.
Wir wünschen uns und hoffen, dass dies weiterhin so bleibt.

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10. Februar 2020


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