23. September 2019

Netzwerk Pflege geht an den Start

Die neu geschaffene Stelle „Netzwerk Pflege Stadt und Landkreis Hof“ zur Erprobung innovativer Modellvorhaben zur Förderung regionaler Netzwerke im Bereich Pflege ist an den Start gegangen. Im Juli fand dazu die erste Pflegekonferenz zum Thema Generalistische Pflegeausbildung statt. Am 18. September ging es nun mit den verschiedensten Akteuren aus dem Bereich der Pflege mit einer Zukunftskonferenz weiter, die Dr. Harald Fichtner, Oberbürgermeister der Stadt Hof und Dr. Oliver Bär, Landrat in der Münch-Ferber-Villa eröffneten. Um den Akteuren einen Überblick über Ziele und laufende Projekte zu geben, leitete Frau Hopperdietzel ein. „Wir wollen bestehende Netzwerkstrukturen weiterentwickeln. Wir wollen die Versorgung und Unterstützung der Pflegebedürftigen und der Angehörigen stärken. Wir wollen die Qualität der Zusammenarbeit verbessern. Und das kann nur gut funktionieren, wenn wir im Netzwerk an einem Strang ziehen und von den Erfahrungen und Bedarfen der Praktiker gegenseitig profitieren.“ In vier verschiedenen Workshops erarbeiteten die Akteure gemeinsam Ideen und konkrete Arbeitsschritte, immer im Mittelpunkt der pflegebedürftige Mensch und deren Angehörige. Den Workshop „Pflegeplatzbörse/Digitalisierung“ leiteten Izabella Graczyk, Leiterin der Kreisentwicklung und Uwe Engels, Landratsamt Hof. Dr. Katharina Bunzmann, Seniorenbeauftragte Stadt Hof und Christiane Steinhäußer, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregion plus Stadt und Landkreis Hof übernahmen den Workshop „Fachkräftegewinnung“. Um das Thema „Entlassmanagement“ kümmerte sich Isolde Guba, Wohnberaterin Landkreis Hof, Zusammenarbeit im Netzwerk bearbeitete Ute Hopperdietzel.

Ein großes Problem, das in mehreren Arbeitsgruppen deutlich wurde, ist der Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen. Ganz konkret wird dazu nun an einer Pflegeplatzbörse gearbeitet, um schneller freie Plätze zu finden. Ein kleiner Meilenstein, der jedoch keine neuen Plätze schafft. Hierzu sind sich die Mitwirkenden einig, „wir müssen der Pflege eine Stimme geben, laut werden, an die Politik als große Gemeinschaft Hofer Land herantreten, um die Bedarfe zu schildern, Lösungsvorschläge bieten und für Beschleunigung sorgen“. Konkret ging es weiter. Eine digitale Plattform soll ermöglichen, alle sozialen Anbieter in ihrer Gesamtheit darzustellen, Veranstaltungen der Akteure gebündelt sichtbar zu machen, um den Bürgern einen besseren Überblick zu ermöglichen. Ebenso einig sind sich die Netzwerker, „es kann nur gemeinsam gelingen, die Pflege positiv darzustellen“. Mit einer  social media Kampagne sollen Gesichter der Pflege aus dem Hofer Land mit bewegenden Geschichten andere Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Eine Vernetzung war den Teilnehmern auch im Entlassmanagement wichtig, um die Nachversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt für den Patienten weiter zu verbessern. Im Plenum wurden die Ergebnisse noch einmal dargestellt. Schritt für Schritt wird nun konkret geplant. „Es bewegt sich etwas“, freuten sich die Moderatoren, die sich bei den Pflegeprofis und Gästen für ihr konstruktives Mitwirken herzlich bedankten.

zurück

23. September 2019


Telefon
E-Mail
Messenger
Messenger
Telefon