29. August 2025

Landkreis Hof startet Ausbringung von Taupunktsensorik im Rahmen des Smart-City-Modellprojekts

Der Landkreis Hof setzt im Rahmen des Modellprojekts Smart City – hoferLand.digital einen weiteren Schritt in Richtung Innovationsregion. An 130 Standorten im gesamten Landkreis Hof hat nun die Installation von Taupunktsensoren begonnen. Die ersten Daten sollen bereits Anfang November zur Verfügung stehen.
Die Sensoren erfassen Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie die Temperatur des Straßenbelags. Aus diesen Werten wird der Taupunkt berechnet, um die Glättegefahr besser einschätzen zu können. Ziel des Projekts ist es, den Winterdienst effizienter, sicherer und ressourcenschonender zu gestalten. „Bislang fahren die Bauhöfe nachts Kontrollrouten, um zu prüfen, ob gestreut werden muss“, erklärt Landrat Dr. Oliver Bär. „Künftig genügt ein Blick ins Dashboard. Damit sparen wir Zeit, vermeiden unnötige Fahrten und stellen sicher, dass nur dann gestreut wird, wenn es wirklich notwendig ist.“

Die Daten werden in einer webbasierten Anwendung zusammengeführt. Dort können Bauhöfe alle relevanten Wetterinformationen zentral abrufen. Das Angebot soll perspektivisch auch Unternehmen, Rettungsdiensten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

Hermann Seiferth, Programmleiter von hoferLand.digital, betont die Bedeutung der Innovation: „Wir bringen Digitalisierung auf die Straße – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit den Sensoren schaffen wir die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen im Winterdienst und damit für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit.“

Darüber hinaus arbeitet der Landkreis an einer Kooperation mit der Hochschule Hof. Ziel ist es, ein Vorhersagemodell der Hochschule zu integrieren, das nicht nur aktuelle Messwerte anzeigt, sondern auch die ortsspezifische Glättewahrscheinlichkeit für die kommenden Stunden und Tage prognostiziert.

Das Projekt ist Teil des Bundesförderprogramms Smart City, in dessen Rahmen 73 Städte und Regionen in Deutschland digitale Anwendungen für Bürgerinnen und Bürger erproben. Im Oktober plant der Landkreis die Veröffentlichung weiterer Anwendungen, darunter den Digitalen Zwilling, statistische Dashboards und einen Datenkatalog. Bereits im Juni wurde in Mödlareuth ein VR-Projekt vorgestellt, das Museumsbesuchern eine virtuelle Zeitreise ermöglicht.

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29. August 2025