Landkreis Hof begrüßt Planungsvertrag für Akkunetz Nordbayern – Ende der Dieselzüge rückt näher

Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Heiko Büttner, haben heute in Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach den Planungsvertrag für den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Nordbayern unterzeichnet. Damit wurde die Grundlage für die schrittweise Ablösung des Dieselbetriebs im Schienenpersonennahverkehr durch Elektrifizierung und den Einsatz von Akku-Zügen gelegt. Der Freistaat Bayern hat die DB InfraGO AG mit der Planung dieser Maßnahmen beauftragt, von denen auch der Landkreis Hof in besonderem Maße profitieren wird.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung:
„Die Zukunft der Bahn in Bayern ist elektrisch! In Nordbayern wollen wir den Dieselbetrieb bis 2040 beenden und alle Linien auf elektrischen Betrieb oder Akku-Züge umstellen. Hierfür müssen 74 Kilometer Schienenstrecken elektrifiziert und zwei Ladestationen neu gebaut werden. Der Freistaat geht freiwillig in Vorleistung und investiert rund 60 Millionen Euro in die Planungen.“
Grundlage der Maßnahmen ist ein Gutachten aus dem Jahr 2024, das den notwendigen Infrastrukturausbau für den Einsatz von Akku-Zügen ermittelt hat. Künftig sollen auf insgesamt 20 Linien Akku-Züge verkehren. Sie nutzen elektrifizierte Streckenabschnitte sowie Ladestationen in Bahnhöfen. Für den Raum Hof sind insbesondere die Elektrifizierungen der Strecken Oberkotzau – Rehau und Oberkotzau – Münchberg sowie die geplante Ladeinfrastruktur in Bad Steben von großer Bedeutung.
Der Abschnitt Hof – Oberkotzau – Marktredwitz wird im Zuge des Ostkorridors elektrifiziert und soll zwischen 2033 und 2036 schrittweise in Betrieb gehen. Die anschließenden Elektrifizierungen Richtung Rehau und Münchberg bauen darauf auf und ermöglichen eine effizientere Nutzung von Akku-Zügen sowie perspektivisch vollelektrische Verkehre.
Landrat Dr. Oliver Bär bewertet den Planungsvertrag als wichtigen Durchbruch für die Region:
Die heutige Entscheidung ist ein entscheidender Schritt, um die jahrzehntelange Abhängigkeit vom Dieselbetrieb in Oberfranken zu beenden. Der Einsatz moderner Akku- und Neigetechnik-Züge eröffne neue Chancen für mehr Klimaschutz, bessere Barrierefreiheit und verlässlichere Anschlüsse. Gleichzeitig werde die Schiene insgesamt attraktiver und schneller – ein klarer Gewinn für Fahrgäste, Pendler und die gesamte Region.“
Der Landkreis Hof begrüßt das Akkunetz Nordbayern ausdrücklich und wird die weiteren Planungen und Umsetzungsschritte konstruktiv begleiten. Die vollständige Umsetzung der Elektrifizierungs- und Akku-Projekte ist in mehreren Stufen geplant und soll in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren realisiert werden.




