Kreistag verabschiedet Haushalt 2026

Der Kreistag des Landkreises Hof hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt für das Jahr 2026 mit 31 zu 21 Stimmen verabschiedet. Das Gesamtvolumen beträgt rund 161,6 Millionen Euro, davon entfallen 149,8 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 11,8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.
Landrat Dr. Oliver Bär betonte in seiner Haushaltsrede die Kontinuität der finanziellen Planung:
„Der Haushalt 2026 setzt die Entwicklung zahlreicher Maßnahmen fort, die wir bereits in den vergangenen Jahren begonnen haben. Dazu gehören der weitere Ausbau unserer Kliniken, gezielte Investitionen im Bildungsbereich, die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Radwege sowie die Ausdehnung des Hofer Landbusses auf alle Regionen. Grundsätzlich wollen wir alles dafür tun, die wirtschaftliche Situation in der Region zu stärken, denn eine stabile Wirtschaft bildet die finanzielle Basis für diesen Haushalt.“
Zu den zentralen Schwerpunkten des Haushalts zählen Investitionen in die Kliniken Hochfranken, die Bildungsinfrastruktur sowie in Straßen- und Radwege. Nach der Fertigstellung der neuen Notaufnahme in Naila im vergangenen Jahr soll 2026 das Funktionsgebäude am Standort Münchberg fertiggestellt werden. Für die Klinik Münchberg sind Eigenmittel des Landkreises in Höhe von 36,6 Millionen Euro vorgesehen, ergänzt durch vorfinanzierte Fördermittel des Freistaates Bayern von knapp 30 Millionen Euro.
Landrat Dr. Bär unterstrich die Bedeutung der Kliniken für die Region:
„In einer Zeit, in der andernorts Kliniken schließen, stärken wir bewusst unsere Gesundheitsregion. Wir können stolz sein auf unsere Kliniken Hochfranken und auf das hervorragende medizinische und pflegerische Personal.“
Für den Bildungsbereich sind rund 700.000 Euro eingeplant, unter anderem für die Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie die Anschaffung weiterer iPads für Schulen. In den Ausbau von Straßen und Radwegen investiert der Landkreis rund 5,4 Millionen Euro. Auch der Hofer Landbus als wichtiger Bestandteil eines flächendeckenden und individuellen öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum bleibt ein zentraler Baustein.
Darüber hinaus verfolgt der Landkreis weiterhin eine ganzheitliche Entwicklungsstrategie. Dazu zählen Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung wie die Leitstelle Pflege und das Stipendienprogramm für Mediziner, Investitionen in die digitale Verwaltung mit derzeit 161 online verfügbaren Verfahren sowie innovative Projekte im Rahmen von Smart City. Auch die interkommunale Zusammenarbeit, beispielsweise mit dem Landkreis Wunsiedel zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung, wird weiter ausgebaut.
Für das Jahr 2026 ist eine Kreditaufnahme von 2,06 Millionen Euro vorgesehen, insbesondere für Investitionen in Straßenbau, Schulen sowie den Brand- und Katastrophenschutz. Gleichzeitig werden Kredite in Höhe von 3,5 Millionen Euro getilgt. Der Schuldenstand des Landkreises lag zum 31. Dezember 2025 bei 43,7 Millionen Euro und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr (47 Mio.) reduziert werden.
Die Kreisumlage steigt um 2,0 Prozentpunkte auf 53,25 Prozent. Hauptursachen sind insbesondere höhere Ausgaben im sozialen Bereich sowie die gestiegene Bezirksumlage.
Die Sitzung hatte zudem einen besonderen Charakter, da es sich um die letzte Sitzung des Kreistages in der aktuellen Zusammensetzung handelte. Landrat Dr. Bär würdigte die Zusammenarbeit im Gremium:
„Sie haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht und umgesetzt – und das zuallermeist in großer Einigkeit. Diese sachliche und konstruktive Zusammenarbeit ist nicht nur für das Gremium selbst wertvoll, sondern strahlt weit darüber hinaus. Ich danke Ihnen allen herzlich für Ihr Engagement, insbesondere denjenigen, die dem Kreistag über viele Jahre hinweg angehört haben.“
Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags findet am 11. Mai statt.

