26. Dezember 2020

Koordinierung der Patientenströme während der Corona-Pandemie

Bericht aus den Führungsgruppen Katastrophenschutz im Rettungsdienstbereich Hochfranken:

Angesichts steigender Corona-Zahlen halten sich auch die Kliniken im Hofer Land bereit, um weitere Covid-19-Patienten, die stationäre Behandlung benötigen, aufzunehmen. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass auch andere Notfallpatienten versorgt werden.

Zuständig für die Koordinierung und Verteilung aller Patientenströme auf die regionalen Kliniken ist die Integrierte Leitstelle Hochfranken. Frau Gabriele Zinnert, die Ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme Naila, ist auch die ärztliche Leiterin der Krankenhauskoordinierung für den Leitstellenbereich Hochfranken. Sie berichtet, dass die Krankenhäuser in ihrem Zuständigkeitsbereich derzeit noch ausreichend Kapazitäten vermelden und auch von benachbarten Regionen, deren Lage angespannter ist, um Hilfe gebeten werden.

COVID-19 Schwerpunktkrankenhäuser im Leitstellenbereich Hochfranken

Innerhalb des Leitstellenbereichs finden Corona-Patienten neben den COVID-19 Schwerpunktkrankenhäusern – Sana Klinikum Hof und Kliniken HochFranken – auch im Haus Selb des Klinikums Fichtelgebirge Aufnahme. Diese Häuser halten Kapazitäten, etwa Intensivbetten, für die Versorgung von Covid-19-Patienten bereit.

Daher sollen in diesen Häusern zum Beispiel keine aufschiebbaren Operationen durchgeführt werden, für die im Verlauf eine intensivmedizinische Versorgung absehbar ist. „Dadurch kann vielleicht nicht jeder Aufnahmewunsch für planbare Eingriffe erfüllt werden. Wir haben zum Beispiel zwei urologische Fachkliniken im Leitstellenbereich, Hof und Marktredwitz. Da Hof Covid-19-Klinik ist, werden etwa Patienten mit urologischen Problemen unter Umständen nach Marktredwitz umgeleitet“, erklärt Frau Zinnert das System.

Erstversorgung von zeitkritischen Notfällen findet immer in der nächstgelegenen Klinik statt

Die Erstversorgung von zeitkritischen Notfällen, etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall, wird allerdings nach wie vor immer in der nächstgelegenen aufnahmebereiten geeigneten Klinik durchgeführt. Und auch nach der Erstversorgung musste bisher noch kein Patient an ein anderes Krankenhaus weiterverlegt werden. „Es ist das übliche Vorgehen der Leitstelle, dass immer die nächstgelegene, geeignete Klinik angefahren wird. Das handhaben wir auch weiterhin so,“ so Gabriele Zinnert.

Auslastung durch Covid-19-Patienten steigt

Mit insgesamt 122 Corona-Patienten, die in den Kliniken des Hofer Landes derzeit in stationärer Behandlung sind, wurde am Samstag, 26. Dezember ein neuer Höchststand erreicht. Die Zahl der Covid-19 Patienten auf Intensivstationen ist dabei derzeit stabil, der Bedarf an Normalbetten für Corona-Fälle wächst jedoch. „Im Falle von Engpässen würden sich die Kliniken bei uns melden und wir würden die Verteilung der Patientenströme entsprechend anpassen“, erklärt Gabriele Zinnert. Die Ärztliche Leiterin der Krankenhauskoordinierung beobachtet die Entwicklung minutiös: „Die Auslastung steigt, aber bisher haben wir noch ausreichend Kapazitäten.“ Es musste auch bisher noch niemand auf Grund von Kapazitätsengpässen in eine andere Klinik verlegt werden, wie das aus anderen Regionen berichtet wird. Vielmehr springen die hiesigen Kliniken gegenwärtig für andere Regionen ein.

„Ob die Kapazitäten in unseren Kliniken ausreichen werden, hängt ganz entscheidend von der Einsicht und dem Verhalten unserer Bevölkerung ab. Jeder ist aufgerufen, durch Einhaltung der staatlichen Vorgaben und der Hygieneregeln seinen Beitrag auch zur Aufrechterhaltung der klinischen Versorgung zu leisten“, resümiert Gabriele Zinnert die aktuelle Lage.

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26. Dezember 2020


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