22. Juli 2026
Bayerischer Meister der Offenen Jugendarbeit – Landkreis Hof auf Spitzenplätzen im Bayernvergleich

Der Landkreis Hof gehört bayernweit zu den Spitzenreitern, wenn es um die Unterstützung, Förderung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen geht. Das zeigen die neuesten Zahlen der aktuellen Statistikerhebung des Bayerischen Jugendrings (BJR). Mit einer hervorragend ausgebauten sozialen Infrastruktur und einer beeindruckenden personellen Ausstattung nimmt der Landkreis im Freistaat Spitzenplätze ein. Besonders herausragend schneidet dabei die Gemeinde Töpen ab, die im landesweiten Vergleich – gemessen an ihrer Größe – die höchste Dichte an festen Strukturen der Offenen Jugendarbeit aufweist.
Offene Jugendarbeit
Die Offene Jugendarbeit (OJA) ist ein unverzichtbares Angebot der außerschulischen Jugendbildung. Das Besondere an ihr ist das Prinzip der Offenheit und Freiwilligkeit: Kinder und Jugendliche können die Angebote ganz ohne Mitgliedschaft, Notendruck oder feste Verpflichtungen nutzen. Die OJA bietet jungen Menschen einen geschützten Raum, in dem sie ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten, Freunde treffen, Musik hören, kochen oder gemeinsam zocken können. Gleichzeitig stehen ihnen vor Ort professionelle pädagogische Fachkräfte als verlässliche Ansprechpartner für alle Lebenslagen – von alltäglichen Sorgen über Liebeskummer bis hin zur Hilfe bei der Bewerbungsschreibung – unkompliziert zur Seite.
12 Standorte
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Hof findet direkt vor Ort in den verschiedenen Jugendtreffs und Jugendzentren der Kommunen statt. An diesen festen Standorten garantiert hauptamtliches Fachpersonal verlässliche Öffnungszeiten sowie einen geschützten Raum für die Freizeitgestaltung und die persönlichen Anliegen der Kinder und Jugendlichen. (Standorte im Landkreis Hof: Schwarzenbach a. Wald, Naila, Selbitz, Stammbach, Helmbrechts, Konradsreuth, Münchberg, Töpen, Döhlau, Oberkotzau, Schwarzenbach a. d. Saale und Rehau).
Dass der Landkreis heute über ein derart engmaschiges Netz verfügt, ist dabei keineswegs das Ergebnis großer Investitionen oder Neubauprojekte. Vielmehr setzen die Kommunen auf Zusammenarbeit, Kreativität und die Nutzung vorhandener Räumlichkeiten. So werden beispielsweise leerstehende Gebäude mit großem ehrenamtlichem Engagement zu lebendigen Treffpunkten für junge Menschen umgestaltet.
Landrat Dr. Oliver Bär betont: „Uns ist die Jugendarbeit vor Ort wichtig. Dass wir dieses breite Angebot leisten können, ist vielfach ehrenamtlicher Arbeit, Kreativität und der engen Zusammenarbeit unserer Kommunen geschuldet. Mit vergleichsweise kleinem Mitteleinsatz schaffen wir es so gemeinsam, jungen Menschen im gesamten Landkreis attraktive Angebote zu machen.“
Der Landkreis im BJR-Vergleich
Die Statistik des Bayerischen Jugendrings zeigt, wie stark das Netz im Landkreis Hof im Vergleich zu anderen bayerischen Landkreisen ausgebaut ist:
• Platz 1 bei den Einrichtungen: Mit insgesamt 12 registrierten Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit belegt der Landkreis Hof den Spitzenplatz im Freistaat. Genau diese Vielfalt an Anlaufstellen sorgt für ein starkes Ergebnis: Bei der Gesamtzahl dieser Einrichtungen der Jugendarbeit belegt der Landkreis Hof im BJR-Vergleich den 1. Platz im Freistaat Bayern. Eine flächendeckende Versorgung ist somit über das gesamte Kreisgebiet hinweg garantiert. Ein Blick auf die Details unterstreicht diese Qualität: Die 12 Einrichtungen bieten mit wöchentlichen Stundenkontingenten von bis zu 97 Stunden eine verlässliche pädagogische Fachbegleitung direkt vor Ort. Dadurch wird sichergestellt, dass junge Menschen auch in kleineren Gemeinden abseits der größeren Zentren von einer professionellen und kontinuierlichen Unterstützung profitieren.
• Platz 2 bei der Personaldichte: Auf je 10.000 Einwohner kommen im Landkreis Hof rechnerisch 33 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im bayernweiten Vergleich bedeutet das den zweiten Platz aller Landkreise. Diese hohe Personaldichte sorgt dafür, dass die Jugendlichen eine besonders verlässliche, qualitative und individuelle Begleitung erfahren. Dies unterstreicht eindrucksvoll, dass im Landkreis Hof nicht nur in reine Räumlichkeiten investiert wird, sondern vor allem in die direkte Beziehungsarbeit und das persönliche, vertrauensvolle Gespräch mit der jungen Generation.
• Spitzenplatz für Töpen: Die Gemeinde Töpen mit 998 Einwohnern – darunter 86 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren – gehört laut der aktuellen Erhebung zur Spitze in Bayern. Mit dem Jugendhaus „Bergla“ verfügt Töpen über eine eigene feste Einrichtung der Offenen Jugendarbeit. Für deren Betreuung stehen jede Woche 13 Stunden einer pädagogischen Fachkraft zur Verfügung. Im Verhältnis zur Größe der Gemeinde ist das ein außergewöhnlich gutes Angebot. Die statistische Auswertung des BJR zeigt: Keine andere Gemeinde in Bayern bietet – gemessen an ihrer Größe – eine so hohe Dichte an festen Strukturen der Offenen Jugendarbeit. Damit nimmt Töpen bayernweit den Spitzenplatz ein.
• Hoher Bedarf: Diese Spitzenwerte kommen einer bedeutenden und aktiven Bevölkerungsgruppe zugute: Aktuell leben im Landkreis Hof 91.582 Einwohner, wovon 13.922 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind. Das entspricht einem Anteil von 15,2 % an der Gesamtbevölkerung. Angesichts des demografischen Wandels ist eine zukunftsorientierte Infrastruktur in der Jugendarbeit entscheidend, um den ländlichen Raum für junge Familien dauerhaft attraktiv, lebendig und lebenswert zu erhalten.
„Diese Spitzenplatzierungen im BJR-Vergleich sind ein großartiges Zeugnis für die jahrelange, vorausschauende Arbeit der Kommunen, der freien Träger sowie wegweisender Akteure wie dem ehemaligen Kreisjugendpfleger Robert Sandig und die kontinuierlichen Investitionen in die jungen Menschen unserer Region von Seiten der Politik“, so Kreisjugendpfleger Johannes Wurm. „Der Titel ‚bayerischer Meister‘ ist natürlich ein großes Lob für die Gemeinde Töpen, aber ebenso eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit aller Träger und Fachkräfte vor Ort – und gleichzeitig unser klarer Ansporn, diesen hohen Standard für die Zukunft langfristig zu sichern.“

