18. März 2021

Hochrangiger Besuch in der Klinik Münchberg

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie ist die Bundeswehr an verschiedensten Stellen unterstützend tätig. Auch im Landkreis und in der Stadt Hof waren und sind Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung im Einsatz, unter anderem in der Klinik Münchberg. Dort begrüßten heute Klinikvorstand Peter Wack sowie Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der Kliniken HochFranken, Dr. Oliver Bär, mit Generalmajor Carsten Breuer und Brigadegeneral Thomas Hambach hochrangigen Besuch von der Bundeswehr.

Generalmajor Breuer ist Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben mit Sitz in Berlin. Sein Kommando koordiniert bundesweit alle Hilfseinsätze der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe in Katastrophenfällen oder besonders schweren Unglücksfällen. Brigadegeneral Hambach ist Kommandeur des Landeskommandos Bayern mit Sitz in München. Sein Kommando ist neben zahlreichen weiteren Aufgaben für die Amtshilfe innerhalb Bayerns zuständig.

Generalmajor Carsten Breuer im Gespräch mit Landrat Dr. Oliver Bär

Dienstaufsichtsbesuch in der Klinik

Um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu verschaffen, besuchten Generalmajor Breuer sowie Brigadegeneral Hambach drei Standorte in Bayern, an denen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung eingesetzt sind. Im Rahmen dieser Dienstaufsichtsreise fand auch ein Besuch in der Klinik Münchberg statt. Dort sind derzeit sieben Soldatinnen und Soldaten in verschiedenen Klinikbereichen zur Unterstützung des Klinikpersonals im Einsatz.

„Das, was die Bundeswehr leistet, ist es schnell Brücken zu bauen“, so Generalmajor Carsten Breuer. Man unterstütze diejenigen, die in der Pandemie aktuell sehr belastet sind oder ihre Aufgaben derzeit nicht wahrnehmen können, bis dies wieder möglich sei.

Bei ihrem Termin in der Klinik informierten sich die beiden Generäle über die Einsatzbereiche und Aufgabengebiete der Soldatinnen und Soldaten in der Klinik. Diese sind im administrativen Bereich beispielsweise bei der Organisation von Testungen und Impfungen, am Haupteingang bei der Lenkung der Patienten sowie auf den Stationen und in der Zentralen Notaufnahme unterstützend tätig. Sie wurden aufgrund der angespannten Personalsituation nach einem Corona-Ausbruch vor etwa vier Wochen in der Klinik Münchberg zur Unterstützung angefordert. Der Ausbruch ist inzwischen beendet und der Klinikbetrieb läuft wieder normal.

„Wir sind sehr dankbar für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung durch die Bundeswehr“, so Peter Wack, Vorstand der Kliniken HochFranken. „Die Soldatinnen und Soldaten leisten sehr gute Arbeit und sind in dieser herausfordernden Zeit eine große Hilfe.“

Im Bild von links: Klinikvorstand Peter Wack, Brigadegeneral Thomas Hambach, Oberstleutnant Thomas Brecht, Generalmajor Carsten Breuer, Dr. Wolfgang Kick, Ärztlicher Leiter der Kliniken HochFranken, und Dr. Oliver Bär, Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der Kliniken HochFranken

Zahlreiche Einsätze in der Region

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurden durch den Leiter des Kreisverbindungskommandos Hof, Oberstleutnant Thomas Brecht, bisher 21 Anträge auf Amtshilfe erarbeitet. Dabei wurden Soldaten der Bundeswehr unter anderem in mehreren Alten- und Pflegeheimen in Hof und Rehau als "helfende Hände" eingesetzt, um das coronabedingt dezimierte Heimpersonal zu entlasten. Weiterhin unterstützt die Bundeswehr bereits seit 22. Dezember vergangenen Jahres das Gesundheitsamt Hof mit 12 Soldaten bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Ein weiterer Einsatzbereich ist die administrative Unterstützung der Corona-Teststationen an der Freiheitshalle sowie in vier Gemeinden im Landkreis Hof.

„Die Bundeswehr ist ein wichtiges Rückgrat bei unseren Maßnahmen gegen die Pandemie. Wir wissen den besonderen Einsatz sehr zu schätzen und sind dankbar dafür, dass uns die Soldaten seit dieser Woche auch im gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Hof unterstützen“, so Landrat Dr. Oliver Bär.

Die Mehrheit der eingesetzten Soldaten versieht ihren Dienst normalerweise in der Oberfranken-Kaserne Hof, andere kommen von den Standorten Oberviechtach, Weiden, Kümmersbruck sowie Pfreimd. „Aufgrund der aktuellen Pandemielage in Alten- und Pflegeheimen stellt sich die Bundeswehr auf weitere Amtshilfeanträge in diesem Bereich zeitnah ein“, so Oberstleutnant Thomas Brecht.

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18. März 2021


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