Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth – Bericht von der 54. Sitzung des Zweckverbandes

Bei der 54. Sitzung des Zweckverbandes Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth am Mittwoch stand die Vorlage der Jahresrechnung 2025 sowie das Thema Sitzgelegenheiten für den Außenbereich auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils. Zudem wurde der stellvertretende Verbandsrat Robert Geigenmüller verabschiedet.
In ihrem Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2025 zog die neue Geschäftsleiterin Christine Franz ein positives Fazit. „Kurz gesagt: Es gab mehr Einnahmen und weniger Ausgaben als vorab angesetzt“, schickte sie dem Bericht voraus. „Bezüglich der Einnahmen zeigt sich ein sehr positives Ergebnis. Diese haben 2025 den höchsten Stand seit der Trägerschaft durch den Zweckverband erreicht.“ Im Haushaltsansatz waren vorab Eintrittsgelder in Höhe von 200.000 Euro veranschlagt gewesen, tatsächlich eingenommen wurden knapp 38.000 Euro mehr, nämlich 237.569,86 Euro. „Auch der Verkauf im Museumsshop läuft gut, da die Sachen nun anders präsentiert werden“, so Franz. Bei den Ausgaben lagen etwa die tatsächlich angefallenen Personalkosten in Höhe von 422.476,81 € gut 60.000 Euro unter dem Ansatz von 483.000 Euro. Auch die vorab angesetzten Kreditmittel in Höhe von 519.643 Euro mussten nicht aufgenommen werden und wurden ins Jahr 2026 übertragen.
Die ersten Zahlen nach der im Herbst 2025 abgeschlossenen Museumserweiterung lassen auch für die Zukunft einen positiven Ausblick zu. „Mit dem neuen Gebäude hat der Zweckverband die musealen Angebote, insbesondere die Dauerausstellung, sowohl quantitativ als auch qualitativ auf eine neue, zeitgemäße Stufe gehoben“, berichtet Christine Franz. So habe die umfassende Erweiterung bereits jetzt zu einer wesentlichen Steigerung der Besucherzahlen und somit der Einnahmen geführt. Im Jahr der Eröffnung des Erweiterungsbaus konnte das Deutsch-Deutschen Museum insgesamt 84.500 Gäste begrüßen. Damit erzielte das Museum 2025 das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erfassung im Jahr 2006, lediglich die Jubiläumsjahre 2015 und 2019 lagen mit jeweils über 90.000 Besucher noch darüber. Auch im ersten Quartal 2026 setzte sich der Besucheranstieg fort und stützt eine positive Prognose für die Zukunft.
Im Jahresrückblick sei 2025 für das Museum durchaus ein Jahr mit Herausforderungen gewesen, insbesondere hinsichtlich der reibungslosen Überführung des Betriebes in das neue Museumsgebäude. Die Bauarbeiten verliefen 2025 planmäßig, so dass im Herbst eröffnet werden konnte.
Nachdem sich das Museum großen Besucherinteresses erfreut und dabei stetig auch von Schulklassen und größeren Gruppen besucht wird, zeichnet sich ein Bedarf für weitere Sitzgelegenheiten im Außenbereich des Neubaus ab, um zu Stoßzeiten das Gästeaufkommen zu entzerren. Auch darüber beratschlagte das Gremium und beschloss die Errichtung von zunächst 12 Sitzplätzen vor dem Gebäude am Weg entlang des Parkplatzes, um im Innenbereich das Foyer mit dem Kassenbereich sowie die Cafeteria zu entlasten und den Gästen eine weitere Möglichkeit für die Rast, zum Warten und als Treffpunkt zu bieten.
Da der stellvertretende Verbandsrat Robert Geigenmüller nach der Kommunalwahl dem Hofer Kreistag nicht mehr angehört, wurde er aus der Zweckverbandsversammlung verabschiedet, der er seit 2020 angehörte. Der Zweckverbandsvorsitzende, Landrat Dr. Oliver Bär, dankte Robert Geigenmüller herzlich für seinen Einsatz. Nicht zuletzt durch seinen beruflichen Hintergrund im Bauhandwerk habe Robert Geigenmüller insbesondere auch die Museumserweiterung in wesentlichen Schritten mitbegleitet. „Ich bin sehr dankbar, dass ich ein kleiner Teil dieses Museums sein durfte, das ja in der Welt einzigartig ist“, so Robert Geigenmüller zum Abschied.

