Auftakt in die neue Amtszeit: Bezirksverband Oberfranken des Bayerischen Landkreistages konstituiert sich neu und rückt die Kommunalfinanzen in den Fokus

Nach den Kommunalwahlen im März hat sich der Bezirksverband Oberfranken des Bayerischen Landkreistages in seiner jüngsten Sitzung auf der Giechburg im Landkreis Scheßlitz neu konstituiert. Landrat Dr. Oliver Bär (Landkreis Hof), der seit 2023 Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Landkreistages ist, wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksverbandes wurde Landrat Christian Meißner (Landkreis Lichtenfels) gewählt. In den Landesausschuss des Bayerischen Landkreistages wurden als Vertreter Oberfrankens Landrat Klaus Löffler (Landkreis Kronach), Landrat Florian Wiedemann (Landkreis Bayreuth) und Kreisrat Nicolas Lahovnik (Erster Bürgermeister der Stadt Wunsiedel) bestellt. Ferner wurden die Vertreter Oberfrankens für die Fachausschüsse des Bayerischen Landkreistages bestellt sowie über die Entsendung in weitere Gremien beschlossen.
Zugleich dankte der Vorsitzende, Landrat Dr. Oliver Bär, den drei nicht mehr zur Kommunalwahl angetretenen Landräten Johann Kalb, Klaus Peter Söllner und Dr. Hermann Ulm für die langjährige, vertrauensvolle und hervorragende Zusammenarbeit im Bezirksverband Oberfranken und wünschte ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute: „In den vergangenen Jahren konnten wir Oberfranken gemeinsam weiterentwickeln und dabei gegenseitig von Erfahrungen sowie einem stets freundschaftlichen Austausch profitieren. Euer Wirken und teils jahrzehntelanger Einsatz haben die Entwicklung Oberfrankens in besonderer Weise geprägt. Regelmäßig wird deutlich, wie wertvoll der enge Schulterschluss zwischen den oberfränkischen Landräten ist“, so Vorsitzender Dr. Oliver Bär.
Die neu gewählten Landräte, die in Oberfranken am 1. Mai ihr Amt antreten, Johannes Maciejonczyk (Landkreis Bamberg), Hanngörg Zimmermann (Landkreis Forchheim) und Jonas Gleich (Landkreis Kulmbach) werden in die Runde der oberfränkischen Landräte herzlich aufgenommen und direkt eingebunden. Inhaltlich lag der Schwerpunkt der Sitzung auf der angespannten Finanzlage aller kommunalen Ebenen. Die kommunale Familie wird mit deutlich steigenden Sozialausgaben konfrontiert. Allein die Ausgaben des Bezirks Oberfranken im Einzelplan Soziales seien in den vergangenen drei Jahren um rund 45 % gestiegen. Durch die Umlagenfinanzierung schlage das auf die Landkreise und letztlich die Gemeinden durch. In der Konsequenz fordern die Landräte die stets steigenden Standards zu hinterfragen. Darüber hinaus müssen neue bzw. ausgeweitete Leistungsansprüche seitens des Gesetzgebers mit einer angemessenen Finanzierung durch den Bund einhergehen. Zudem habe man auf Landesebene Vorschläge für einen Abbau bürokratischer Vorgaben erarbeitet.

