9. Februar 2018

Konzept für Senioren und Inklusion

Die Bereiche Pflege und Inklusion stellen ein gesellschaftliches Megathema dar. Auch in der Region gibt es Handlungsbedarf, zudem ist das Informationsbedürfnis groß. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, wird der Landkreis ein integriertes Gesamtkonzept für Senioren und Inklusion erstellen und zwar hausintern im Landratsamt. „Damit beschreitet der Landkreis neue Wege“, betont Landrat Dr. Oliver Bär. Eine Förderung aus dem Bereich LEADER macht dies möglich. Das europäische Förderprogramm unterstützt die Entwicklung des ländlichen Raumes und fördert Projekte mit Bürgerbeteiligung getreu dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“. Bär freute sich, für den Landkreis aus den Händen von Michael Hofmann, dem LEADER-Koordinator für Oberfranken, einen Förderbescheid über 115.134 Euro zur Entwicklung des Konzeptes entgegennehmen zu können. So kann Anne-Kathrin Beck nun loslegen. Die gebürtige Martinlamitzerin ist die zuständige Projektmanagerin im Landratsamt Hof und wird das Konzept „mit den Bürgern und für diese“ entwickeln. Drei Jahre Zeit sind dafür eingeplant.

„Es geht dabei um mehr als eine Bestandsaufnahme“, betont Landrat Dr. Oliver Bär. Ihm ist es wichtig, dass jeder Bürger davon profitiert. Am Ende soll eine Datenbank bzw. Internetplattform entstehen, wo man mit einem Blick findet, welche Beratung, Unterstützung oder Angebote es in der Region gibt, zum Beispiel, wo freie Plätze zur Verfügung stehen oder zum Beispiel auch, wie man am besten Unterstützung bei einem barrierefreiem Ausbau seiner Wohnung erhält. „Dabei werden wir Bürger, Verbände, Einrichtungen und alle weiteren Experten intensiv einbeziehen“, erklärt die Projektmanagerin. Ziel ist, alle Generationen zu unterstützen, denn oft sind auch junge Menschen von körperlichen Handicaps betroffen. Zunächst gehe es um eine umfassende Datenerfassung, danach um die Auswertung, um dann mit den Fachleuten eine passgenaue und nachhaltige Regionalstrategie zu entwickeln. Der Bürger soll ständig aktualisierte Informationen zur Verfügung haben. Als Beispiel nennt Landrat Dr. Oliver Bär die sich ständig wandelnden, immer wieder neuen technischen Möglichkeiten, die Betroffenen helfen können. Diese könne man nur nützen, wenn man sie kennt, so Bär. Gleichzeitig ändern sich auch die Bedürfnisse der Menschen.

Bild v.l.: Seniorenkoordinatorin Elke Rebert- Friedrich, LEADER- Manager Michael Stein, Projektmanagerin Anne-Kathrin Beck, Landrat Dr. Oliver Bär und LEADER-Koordinator für Oberfranken Michael Hofmann.

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9. Februar 2018


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