• Bürgerserviceportal
    Bürgerserviceportal_logo
  • Klimaschutzteilkonzept - Mobilitätskonzept für den Radverkehr im Landkreis Hof

     

    _KSTK_Radwegekonzept_Landkreis_Hof_für_Homepage
  • Windelsack - Jetzt beantragbar

    windelsack_logo

     

  • Heimatladen
  • Befragung der Generation 60 Plus

     

    ausstellung_mensch
  • Web-App für Flüchtlinge
    LRBlog_asylinfo
  • Seniorenwegweiser

     

    Notfallmappe
  • Notfallmappe
    Notfallmappe
WEBSEITEReinhard Feldrapp ist Künstler des Monats

Reinhard Feldrapp ist Künstler des Monats: Das Forum Kultur der Metropolregion Nürnberg hat den Fotografen Reinhard Feldrapp aus Naila zum Künstler des Monats Mai 2016 gewählt. Die Auszeichnung überreichte Landrat Dr. Oliver Bär bei der Eröffnung der Ausstellung „BIERotik“ von Werner Thieroff in der Hofer Sparkasse. Der Landrat  bezeichnete Reinhard Feldrapp als Botschafter“ der Region, der durch seine Arbeit den Menschen die Augen für Authentizität und die Schönheit unserer Heimat öffne. Er sei Bild-Journalist und Künstler-Fotograf, Lehrer und Ausbilder, ein Gestalter von unzähligen Ausstellungen sowie Büchern und Fotobänden.

Das Forum Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg verleiht seit sechs Jahren jeden Monat einen Künstler aus dem Raum der Metropolregion diesen Titel. Zur Gruppe der nominierbaren Künstler zählen Einzelpersonen, Paare, Gruppen, die professionell oder semiprofessionell im Kunstsektor tätig sind. Voraussetzung für die Wahl sind nicht akademische, künstlerische Biografien, auch nicht internationale Erfolge oder Preise, sondern der Beitrag zum kreativen Profil der Metropolregion als „Heimat für Kreative“. Prinzipiell sind Künstler aller Altersgruppen, aller kreativen Techniken und nur denkbaren Ausdrucksformen geeignet, um in den Focus der größeren publikumswirksamen Aufmerksamkeit zu gelangen.

Der 1951 geborene Reinhard Feldrapp ist ein Lichtbildner. Sein Können fußt auf einer soliden Ausbildung zum Fotografengehilfen und Meister. Eckpfeiler sind Landschafts- und Architektur-, Mode- und Produktfotografie, immer wieder Porträt, Reportage und journalistische Arbeit. Dazu kommt ein Bereich, den man unter dem Begriff Autorenfotografie subsumiert. Feldrapp geht Themen nach, die ihn interessieren, für die er eine Notwendigkeit spürt, ohne dass es einen Auftrag gibt.

Ein wichtiges Sujet reicht in die Vergangenheit und wurde über Jahrzehnte entwickelt: die Grenze. Seit der Errichtung der Mauer ist sie sein Thema. Die Brutalität der Grenze ist ebenso dokumentiert wie viele Begebenheiten: Grenzer hüben und drüben, getrennte Nachbarn und Verwandte, Arbeit entlang und an der Mauer selbst. Und sogar aus der Zeit der friedlichen Revolution und der Grenzöffnung werden von Feldrapp weniger die allseits bekannten Trabi- und Jubelbilder bleiben. Die hat eh jeder Fotograf in seinem Archiv. Auch in dieser historischen Situation der überdeutlich aufdringlichen Motive sucht und findet er im Kleinen das Große, in der privaten Geschichte die Weltgeschichte.

Er kommt damit jenen von ihm hoch geschätzten Kollegen nahe, die seit Erfindung der Kleinbildfotografie die Bildsprache in Form und Inhalt geprägt haben durch eine Ästhetik von Nähe, Tempo und Engagement, die durch dieses Format und die bis heute als Referenz geltende Leica erst möglich wurde. Feldrapp gehört in dieses Umfeld. Wenn man ihn beispielsweise im Gespräch mit der großen Barbara Klemm belauscht, erfreut einen die geistige Verwandtschaft, die neben der Auffassung von Bild und Bildgewinnung von einem tiefen Humanismus geprägt ist. Man muss den abgebildeten Menschen oder die Situation nicht mögen, aber man muss den Menschen in seiner Eigenart lassen. Dann kann man ein wenig hinter die Fassade blicken; ein Fotograf wie Feldrapp erlaubt das. Das geschieht immer behutsam. Die Abgebildeten, seien es Menschen im Mittelpunkt oder am Rand der Gesellschaft, ob Textilbaron oder Müllmann, sie werden nicht vorgeführt. Feldrapp opfert sie nicht für einen plumpen Effekt. Er spürt und erspürt ihre Würde. Seine Bilder geben sie – oft auf den zweiten Blick – auch für den Betrachter wieder.

Es kommt Feldrapp darauf an, nicht nur Abbildungen zu liefern, sondern Geschichten zu erzählen. Er ist ein Autor, seine Fotos sind Bilder, die sich zu Geschichten formen, und künstlerische Geltung erlangen.

Landratsamt Hof
Pressestelle
23.05.2016