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WEBSEITEAusstellung "Demokratie stärken - Rechtsradikalismus bekämpfen"

Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“ von der Friedrich-Ebert-Stiftung am 09.11.2016 im Landratsamt Hof

Am 9. November wurde im Landratsamt Hof die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnet.

Landrat Dr. Oliver Bär betonte die Bedeutung des steten Einsatzes für die Demokratie. „Es ist wichtig, jungen Menschen den Wert der Demokratie nahezubringen“, so Bär. Er sei Patriot, aber man müsse wissen, was gut für eine Nation sei. Nationalismus sei dies nicht.

Verantwortlich für den Verleih der Ausstellung in Oberfranken ist die Projektstelle gegen Rechtsextremismus im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad. Deren Leiter, Martin Becher, erläuterte die Grundkonzeption seitens der Friedrich-Ebert-Stiftung vor über 20 Jahren kreierten Ausstellung. Sehr facettenreich befasst sie sich mit den Bereichen Jugend, Frauen, Symbole, intellektuelle Szene, dem Weltbild, Netzwerk und der Frage: Was dagegen tun?
Immer bedeutsamer für radikale Kreise werde die Nutzung der sozialen Medien, so Becher. Er spricht von der Echokammerfunktion des Internets, das dem Nutzer innerhalb seines Denkens und seiner Meinung ähnliche Links anbietet. Dadurch wähne man sich in der Vielfalt des weltweiten Netzes, bewege sich jedoch in einem sehr begrenzten Rahmen, der einen in seinen Ansichten bestätige und eine Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen verhindere. Zielgruppe Nummer eins für rechtsextreme Kreise seien Jugendliche, die besonders leicht über das Internet und die sozialen Netzwerke erreicht werden. Daher sei das Internet das wichtigste rechtsextremistische Agitationsmedium geworden, es unterstützt die Verbreitung in großem Ausmaß und rasantem Tempo. Dabei sei häufig für den Nutzer nicht erkennbar, dass ein „Link“ einen rechtsextremistischen politischen Hintergrund habe, so Becher.
Der 9. November ist in Deutschland ein geschichtsträchtiger Tag mit den unterschiedlichsten Wahrnehmungen. Martin Becher nennt allein ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts fünf sehr unterschiedliche Ereignisse, darunter den Mauerfall 1989 und die Reichspogromnacht von 1938. „Es geht immer um Widerstand, Demokratie und Verstoß gegen Rechtsmündigkeit. Der 9. November mahnt uns an, Demokratie zu leben, Demokratie zu stärken und Demokratie zu bewahren.“ Und fügt hinzu „Manche Phänomene, mit denen wir heute zu kämpfen haben, sind nicht unbedingt rechtsextremistisch, nichtsdestotrotz nicht weniger gefährlich.“

Im Landratsamt hat die Ausstellung nur ein kurzes Stelldichein, denn sie wurde angemietet, um der Fläche unseres Landkreises gerecht zu werden. Vier Schulen und ein Jugendtreff haben sie bereits gebucht und mehr als 1200 Jugendliche werden sie vor Ort erleben können. Erster Aufenthalt in der nächsten Woche wird die Mittelschule Oberkotzau sein, die in diesem Jahr das Label „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erworben hat. Die Organisation der Ausstellung liegt in den Händen der Kommunalen Jugendarbeit. Für die Monate Januar und Februar besteht noch die Möglichkeit der Buchung. Ansprechpartnerin hierfür ist Kreisjugendpflegerin Petra Schultz (Tel. 09281/57-434; petra.schultz@landkreis-hof.de).

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Bild v.r.: Bürgermeister Peter Geiser, Landrat Dr. Oliver Bär, Kreisjugendpflegerin Petra Schultz, Projektstellenleiter Martin Becher, Jürgen Perner von der BIGE (Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus) und Bürgermeister Matthias Döhla

Landratsamt Hof, Pressestelle
11.11.2016