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WEBSEITEFachtagung zum Thema "Freiheitseinschränkende Maßnahmen"

Fachtagung im Landratsamt zum Thema „Freiheitseinschränkende Maßnahmen in der Pflege“ beschäftigt sich mit rechtlichen Grundlagen und Alternativen.

So genannte freiheitsentziehende Maßnahmen im Bereich der Pflege sind ein zu Recht vieldiskutiertes Thema in der Pflege. Ein verantwortungsvoller Umgang ist oberstes Gebot und so stand dieser auch im Mittelpunkt einer Fachtagung im Landratsamt Hof, die die dortige Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualität und Aufsicht (FQA) zusammen mit der Stadt Hof organisiert hatte.

Über 50 Teilnehmer aus den stationären Pflege- und Behinderteneinrichtungen der Region waren der Einladung gefolgt, um sich über rechtliche Grundlagen, Notwendigkeit und Verfahren von richterlichen Beschlüssen sowie über Alternativen und deren Umsetzung in der Praxis zu informieren.

Gebrechlichkeit und Altersdemenz sind häufig Gründe dafür, dass Menschen im Bett oder Rollstuhl fixiert werden müssten, um sie so vor Stürzen zu bewahren. Mitunter ist auch eine beschützende Unterbringung notwendig, um Senioren vor Selbstgefährdung zu schützen. All diese Maßnahmen bedürfen grundsätzlich einer richterlichen Genehmigung oder einer Freiwilligkeitserklärung des Betroffenen, sofern dieser zu deren Abgabe kognitiv in der Lage ist. Von den Betroffenen selbst und den Angehörigen werden entsprechende Maßnahmen zumeist als belastend empfunden, oftmals aber auch als Schutz wahrgenommen.

Klaus Labandowsky, Richter am Amtsgericht Hof und dort u.a. zuständig für Betreuungsverfahren, erläuterte rechtliche Grundlagen und auch Einzelheiten zum Verfahren einer gerichtlichen Genehmigung für sog. freihheitseinschränkende Maßnahmen. Peter Distler-Hohenstatt, ehemaliger Einrichtungsleiter in München und heute FQA-Auditor in Starnberg sowie Verfahrenspfleger ging auf Alternativen ein. Das Spektrum sei breit, dieses reiche von der Beratung der Betroffenen und Angehörigen über Schulungen des Personals und regelmäßigen Fallbesprechungen bis hin zu Maßnahmen der Sturzprophylaxe. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich über Situationen im Pflegealltag und den daraus resultierenden, oft schwierigen Entscheidungen auszutauschen.

Für die Organisatorin der Veranstaltung, Nina Meister von der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualität und Aufsicht (FQA) im Landratsamt Hof war das große Zuspruch ein voller Erfolg der Tagung.

„Mit der Fachtagung wollten wir informieren, sensibilisieren und zusammen mit all denjenigen, die in der Pflege arbeiten, dieses besondere Thema im Einrichtungsalltag in den Fokus rücken. Wir freuen uns über den guten Zuspruch. Dieser hat uns das große Interesse der Verantwortungsträger in den Einrichtungen an Kooperation, Transparenz und Weiterentwicklung gezeigt“, so Nina Meister.

LRBlog_Infoveranstaltung_MeisterNina
vordere Reihe v.l.: Birgit Hager, FQA Stadt Hof, Nina Meister, FQA Landkreis Hof,  Referent Peter Distler-Hohenstatt, Richter Klaus Labandowsky, Fachsbereichsleiter Gerhard Zeitler,
hintere Reihe v.l.: Mitarbeiterin im Fachbereich Jugend, Familie und Soziales, Annette Schubert und Martina Bauriedel, Mitarbeiterin im Gesundheitsamt, FQA für Stadt und Landkreis Hof. 

Hof, den 26.02.2016
Landratsamt Hof