Im Regnitzlosauer Ortsteil Schwesendorf entstehen derzeit drei neue, jeweils vierreihig angelegte Hecken mit einer Gesamtlänge von über 700 Metern. Die Maßnahme wird vom Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof organisiert und ist ein weiterer Baustein für den Natur- und Landschaftsschutz im Hofer Land. Vor Ort machten sich Landrat Dr. Oliver Bär als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes und Bürgermeister Jürgen Schnabel gemeinsam mit den Planungsbeteiligten und den ausführenden Landwirten ein Bild vom Fortschritt der Pflanzarbeiten.
„Wir haben im Landkreis schon immer großen Wert auf Alleen, Streuobstwiesen und Hecken gelegt. Sie sind wichtige, ortsbildprägende Elemente unserer Kulturlandschaft. Was heute selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis vieler engagierter Menschen und gezielter Maßnahmen“, betont Landrat Dr. Oliver Bär. „Dafür braucht es das Zusammenspiel vieler Beteiligter: Kommunen, die mitwirken, Grundstückseigentümer, die Flächen bereitstellen, Landwirte, die die Maßnahmen umsetzen, und Fördermittel von Bund und Freistaat. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass diese Mittel zur Verfügung stehen, denn neben der Anlage müssen auch die langfristige Pflege und der Erhalt solcher Strukturen gesichert sein.“
Die Pflanzarbeiten werden von Landwirten des Maschinenrings Münchberg durchgeführt. Die Planung und Organisation liegt beim Landschaftspflegeverband. Bürgermeister Jürgen Schnabel dankte insbesondere der Familie Dimmling aus Schwesendorf, die die Fläche zur Verfügung stellt: „Nur durch die Bereitschaft von Grundstückseigentümern können wir solche zusammenhängenden Flächen für Maßnahmen wie diese gewinnen. Mein Dank gilt ebenso Gemeinderat Udo Benker-Wienands, der den Kontakt hergestellt und sich bei der Suche nach geeigneten Grundstücken eingebracht hat.“
Insgesamt werden 2.800 heimische Gehölze auf einer Heckenfläche von etwa 3.200 Quadratmetern gepflanzt. Dafür hat die Familie Dimmling aus Schwesendorf einen Teil ihrer über 13 Hektar großen landwirtschaftlichen Fläche zur Verfügung gestellt.
Die Kosten für Pflanzen, Pflanzmaterial und Arbeitsleistung belaufen sich auf rund 35.500 Euro. Davon werden 90 Prozent durch Mittel des Bundes und des Freistaats Bayern im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ gefördert. Die verbleibenden zehn Prozent trägt der Landschaftspflegeverband.
„Hecken sind weit mehr als eine optische Bereicherung unserer Landschaft“, erläutert Regina Saller vom Landschaftspflegeverband. „Sie bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und Lebensraum, vernetzen Biotope und schaffen Rückzugsorte in intensiv genutzten Landschaften. Zudem speichern sie CO₂, schützen Boden und Mikroklima und bieten auch der Landwirtschaft Vorteile: Sie mindern Wind und Bodenerosion, halten Wasser zurück und unterstützen die natürliche Schädlingsregulierung.“
Die Pflanzung bei Schwesendorf ist Teil weiterer geförderter Heckenmaßnahmen im Hofer Land. In den kommenden Wochen sollen außerdem eine rund 100 Meter lange Hecke in Markersreuth bei Münchberg, eine etwa 140 Meter lange Hecke in Rodesgrün bei Selbitz sowie eine weitere 50 Meter lange Hecke im Stadtgebiet Hof angelegt werden.






