7. Oktober 2026

Landkreis Hof und Hochschule Hof bauen Beziehungen zu Indien weiter aus

Um die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der Region Hof und dem indischen Subkontinent weiter auszubauen, reiste in der vergangenen Woche eine Delegation aus dem Hofer Land nach Indien. Angeführt wurde die Delegation von Landrat Dr. Oliver Bär und dem Präsidenten der Hochschule Hof, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann. Begleitet und mit organisiert wurde die Reise vom Bayerisch-Indischen Zentrum für Wirtschaft und Hochschulen (BayIND), das seinen Hauptsitz am Campus der Hochschule Hof hat und der Hanns-Seidel-Stiftung.

Ziel der Reise war es, die bestehenden engen Verbindungen zu vertiefen. So ist bereits heute für die Hochschule Hof Indien der wichtigste internationale Partner: Über 20 Prozent aller Studierenden an der Hochschule Hof stammen aus Indien.

„Die Import- und Exportzahlen zwischen der Region Hof und Indien haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten jeweils mehr als versechsfacht. Da Hof Standort des Bayerisch-Indischen Zentrums ist und eine Vielzahl an indischen Studenten hat, wollten wir im Rahmen unseres Besuchs weitere Handlungsfelder identifizieren“, so Landrat Dr. Bär. „Wir wollen als Wissenschaftsstandort und Regionen von der Entwicklung Indiens profitieren.“

Während des Programms standen Gespräche in den indischen Metropolen Bangalore und Mysore im Fokus. Die Delegation traf sich mit Vertretern von Hochschulen, politischen Offiziellen sowie dem Maharadscha und der Maharani von Mysore. Darüber hinaus sprachen sie auf dem internationalen Wirtschaftskongress India Advantage Summit. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Smart-City-Technologien, Digitalisierung und nachhaltige Wasserwirtschaft.

Parallel zur Delegation mit Unternehmensvertretern konnte auch eine weitere Gruppe von Alumni und Studierenden unter der Leitung des International Office und des Alumni Vereins Einblicke in die dynamische indische Wirtschaft, insbesondere in die vielfältigen Startups, und die indische Kultur gewinnen.

Den indischen Studenten an der Hochschule Hof kommt für die weitere Zusammenarbeit eine besondere Rolle zu. Sie könnten zu einer wichtigen Brücke zwischen dem Hofer Land und Indien werden, sind sich Hochschulpräsident und Landrat einig: „Die Studentinnen und Studenten sind bereits hier, kennen die Region und haben während ihres Studiums Einblicke in die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen.“

Das verdeutlichen auch die Zahlen: rund 75 Prozent der Inder, die einen Masterabschluss erworben haben, bleiben in Deutschland. Etwa 45 Prozent sind auch zehn Jahre später noch hier. Dieses Potenzial wollen Landkreis und Hochschule künftig noch stärker nutzen.

„Indien ist Teil unseres Alltags an der Hochschule Hof. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen, was wir tun können, um aus dieser internationalen Stärke konkrete Perspektiven Unternehmen und die gesamte Region zu entwickeln“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Präsident der Hochschule Hof.
Indische Studentinnen und Studenten sollen deshalb besser mit regionalen Unternehmen in Kontakt kommen – etwa über Praktika oder Werkstudententätigkeiten. Gleichzeitig können sie dabei helfen, Kontakte zu indischen Unternehmen und Gründern aufzubauen, die einen Zugang zum deutschen oder europäischen Markt suchen.

Die aktuelle Reise knüpft an eine Entwicklung an, die die Hochschule Hof bereits seit vielen Jahren verfolgt. Bereits seit 2006 ist sie in Indien aktiv und unterhält zahlreiche Kooperationen mit indischen Hochschulen. Im Juni 2025 eröffnete die Hochschule ein eigenes Vertretungsbüro in Bengaluru.
Die enge Verbindung zwischen Hof und Indien ist auch am Campus Hof sichtbar: Rund ein Viertel der insgesamt 4.000 Studenten der Hochschule Hof hat indische Wurzeln.

Mit der gemeinsamen Reise von Hochschule Hof, BayIND und Landkreis Hof soll dieser Weg nun um eine weitere Dimension ergänzt werden: Aus internationalen Hochschulbeziehungen sollen noch stärker auch wirtschaftliche und kommunale Partnerschaften entstehen.

Landrat Dr. Oliver Bär gemeinsam mit dem Maharaja of Mysore, Yaduveer Krishnadatta Chamaraja Wadiyar und seiner Ehefrau Trishika Kumari Wadiyar (Mitte), sowie dem Präsidenten der Hochschule Hof, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Judith Weinberger-Singh, Projektleiterin Indien der Hanns-Seidel-Stiftung und Wiebke Dörfler, Geschäftsführerin BayIND (rechts im Bild).

zurück

7. Oktober 2026