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WEBSEITELandkreis holt "Deine Anne" - Ausstellung zum Tagebuch der Anne Frank in die Region

Jetzt als „Peer Guide“ bewerben und Jugendliche durch die Ausstellung führen

Das „Tagebuch der Anne Frank“ ist vielen ein Begriff und gehört ohne Zweifel zu den Büchern, die jedem unter die Haut gehen. Ab Ende Juni 2018 wird das Schicksal des jüdischen Mädchens Thema einer Ausstellung im Landkreis Hof sein. Den Vertrag dazu unterzeichnete heute Landrat Dr. Oliver Bär. „ Für viele Menschen ist das Leben der Anne Frank zu einem Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten geworden - stellvertretend für Millionen Menschen, deren Gesichter und Geschichten unbekannt geblieben sind. Anne Frank gibt all diesen Menschen ein Gesicht. Mit der Ausstellung möchten wir Geschichte für unsere jungen Menschen ein Stück weit erlebbar machen“, so der Landrat. Das Anne Frank-Zentrum in Berlin hat die umfangreiche Ausstellung zum Leben von Anne Frank konzipiert. Die Ausstellung wurde erstmals im Jahr 2012 im Deutschen Bundestag in Berlin eröffnet.
„Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte“ wird vom 27. Juni bis 27. Juli 2018 in Selbitz zu sehen sein. „Nachdem der Landkreis Hof sich bereits aktiv seit dem Jahr 2015 an dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ beteiligt, war es uns wichtig, die Ausstellung als weiteren wichtigen Baustein präventiver Jugendarbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus für Toleranz, Demokratie und Zivilcourage in der Region zu präsentieren“, erläutert Kreisjugendpflegerin Petra Schultz, die den Anstoß dazu gab, die Ausstellung in die Region zu holen.

Zum Organisationsteam gehören neben ihr drei weitere regionale Akteure. Christian Schlademann von der Evangelischen Jugendbildungsarbeit – EJBA Hof, Nanne Wienands von er Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg und Hartmut Hendrich als Vertreter des Vereines gegen das Vergessen – zum Gedenken für die Opfer der NS-Diktatur in der Region Hof e.V. Gemeinsam sind sie dabei, ein themenbezogenes Rahmenprogramm an verschiedenen Orten des Landkreises und der Stadt Hof u.a. mit Theater- und Filmvorführungen, Lesungen oder auch Konzerten parallel zur Ausstellung zu konzipieren. „Wir haben bereits zwei Zusagen, zum einen wird das Theater Hof ein Stück zum Thema anbieten. Zum anderen plant das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale eine dreimonatige Ausstellung mit dem Titel „Drei Steine“ zum Thema Ausgrenzung. Für dieses Rahmenprogramm sind noch weitere Ideen gefragt, die wir gerne aufnehmen“, erklärt Nanne Wienands. Sie stellt die Aktualität der Ausstellung heraus. „ Jugendliche sind heute häufig mit Ausgrenzung, aber auch mit Mobbing und Diskriminierung konfrontiert“, so Wienands.

„Wir möchten hier Orientierung bieten. Ausgehend von Fragen wie „Wer bin ich?“ oder „Was kann ich bewirken?“ ermutigt die Ausstellung zum Einsatz für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie“, erklärt Christian Schlademann Konzept und Zielsetzung. „Zudem leistet die Ausstellung einen wesentlichen Beitrag an Erinnerungsarbeit. Die Jugendlichen erleben mit Anne Frank ein Stück Zeitgeschichte. Dabei geht es auch um Identifikation. Anne Frank war dreizehn Jahre alt, als sie das Tagebuch verfasst hat. Die Jugendlichen, die angesprochen werden, können sich so mit ihr identifizieren“, betont Hartmut Hendrich.
Ganz viele denken bei Anne Frank an die Schriftstellerin, die sie nicht werden durfte. Anne Frank war aber auch ein sehr junges Mädchen. „Das zeigt, menschliche Größe hängt nicht vom Alter ab. Jugendliche können von Jugendlichen lernen. Auch das ist eine zentrale Botschaft dieser Ausstellung “, so Landrat Dr. Oliver Bär.

Denn im Zentrum der Ausstellung steht die Bildungsarbeit unter Gleichaltrigen. Den besten Zugang zu Jugendlichen haben Jugendliche selbst. Deshalb sollen Schüler als „Peer Guides“ Gleichaltrige durch die Ausstellung führen. Dies kann für ein P-Seminar eines Gymnasiums genauso interessant sein wie für Schüler*innen einer Mittel- oder Förderschule oder auch für eine „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Einzige Voraussetzung, ein sogenannter Peer-Guide zu werden, ist, dass man älter als 15 Jahre ist. Insgesamt können maximal 30 Jugendliche an zwei Tagen für ihre Aufgabe als „Peer Guide“ geschult werden. Dies geschieht durch ein Team aus Berlin von den Ausstellungsmachern. Selbstverständlich begleiten die vier Organisatoren die „Peer-Guides“ während der gesamten Ausstellungszeit.

Wer sich als Peer-Guide bewerben möchte, wendet sich einfach per Mail an petra.schultz@landkreis-hof.de . Gerne nimmt sie Bewerbungen von Jugendlichen entgegen. Aber auch Jugendgruppen, Schulklassen oder Vereine, die Aktionen parallel zur Ausstellung durchführen möchten, werden hier gesammelt. Das Organisationsteam freut sich auf viele Bewerbungen als „Peer-Guide“ sowie Ideen und Zusagen für das Rahmenprogramm rund um die Ausstellung.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter https://www.annefrank.de/wanderausstellungen/ausstellungsangebote/deine-anne-ein-maedchen-schreibt-geschichte/


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Bei der Vertragsunterzeichnung in der vorderen Reihe Kreisjugendpflegerin Petra Schultz und Landrat Dr. Oliver Bär, in der hinteren Reihe von links Christian Schlademann, EJBA Hof, Nanne Wienands von der Allianz gegen Rechtsextremismus und Hartmut Hendrich vom Verein gegen das Vergessen.

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(c) Anne Frank Zentrum, Foto: Mandy Klötzer

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(c) Anne Frank Zentrum, Foto: Mandy Klötzer

Landkreis Hof, Pressestelle
05.10.2017