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WEBSEITEIndustrie 4.0 - Eine Region macht sich auf den Weg

Institut der Hochschule Hof bietet Firmen europäisch geförderte Projekte

Über einen erfreulichen Zuwachs der Teilnehmerzahl beim mittlerweile 3. Workshop Industrie 4.0 freute sich Prof. Dr. Richard Göbel, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Informationssysteme, kurz iisys. Am 4. April kamen zahlreiche Interessierte aus regionalen Unternehmen zusammen, um darüber zu diskutieren, wie man im Bereich der IT in den Firmen etwas verbessern könne. Auch Landrat Dr. Oliver Bär ließ es sich nicht nehmen, persönlich einige Worte zum Thema Digitalisierung an die Teilnehmer zu richten. In Bezug auf den Workshop betonte er, dass das Vernetzen untereinander enorm wichtig sei: „Unsere Unternehmen hier stehen nicht im regionalen Wettbewerb, sondern weltweit!“ Deshalb sei es wichtig, sich für die Zukunft zu rüsten und gemeinsame Ideen zu entwickeln. Auch Prof. Göbel stellte noch einmal klar, was Sinn und Zweck des Workshops ist: „Wir möchten wissen, was Sie interessiert und bewegt und Sie mit unserem Know-How unterstützen.“

Und genau das ist auch der Grundgedanke der Zusammenarbeit des iisys mit der Wirtschaft: Im Rahmen der EFRE-Fördermaßnahme Wirtschaft 4.0 im Mittelstand sollen gemeinsame Projekte nach den Wünschen und Interessen der Unternehmen generiert und diese dann mit wissenschaftlichem Input unterstützt werden. Die Gelder stammen aus einem europäischen Fonds und werden von der Regierung für Oberfranken ausgeschrieben. Besonders freute Prof. Göbel, dass nun auch Teilnehmer aus der Oberpfalz und dem Vogtland den Weg nach Hof gefunden hatten. Dies zeige, dass das Thema und die Workshops großes Interesse nicht nur regional hervorriefen.

Fünf konkrete Projekte entstanden dabei bereits aus den vorangegangenen Workshops und wurden nun vorgestellt. So stellte Prof. René Peinl das Projekt „Digitaler Fertigungsarbeitsplatz“ mit der Firma Gealan vor. Und er erklärte den neuen Teilnehmern gleich, wie die Zusammenarbeit konkret entstanden ist. Nach der Ideenfindung im letzten Workshop reiften diese Gedanken dann im Unternehmen und man nahm wieder Kontakt mit dem Institut auf. Darauf fuhr Prof. Peinl direkt zu Gealan, um die Interessenslage vor Ort zu prüfen und Herausforderungen mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Anschließend traf man sich zu einem zweiten Gespräch, um das Projekt weiter zu konkretisieren und es kristallisierte sich heraus, was für beide Seiten die Komponenten waren, die jeweils von höchsten Interesse waren. So entstand der Prototyp dieses Projekts. Letztlich solle ein produktionsreifes System entstehen, so Peinl. Das iisys begleite im Laufe des Projektes die Unternehmen. Ein Projekt sei auf sechs bis neun Monate angesetzt und das iisys erstelle konkrete Arbeitspakete. Wichtig sei dabei der richtige Ansprechpartner. In den meisten Fällen die IT-Abteilung eines Unternehmens oder ein externer IT-Dienstleister. So sollen die Ergebnisse später in das bestehende System integriert werden und dem Unternehmen sofort von Nutzen sein.

Im Fall Gealan entschied man sich schließlich für den „Digitalen Arbeitsplatz“. Warum? Weil dort ein hohes Verbesserungspotenzial erkennbar war bei gleichzeitig geringem Risiko und wenig Abhängigkeiten zur restlichen IT. Das heißt, man muss nicht alle Hebel anpacken, sondern kann sich auf genau dieses Projekt konzentrieren. Außerdem sah man darin ein großes Potenzial zur Vervielfältigung, was bedeutet, dass die Ergebnisse auch für andere Firmen nutzbar sind. Denn man müsse oder könne das Rad nicht ständig neu erfinden, sagte Peinl. Etwa 80 Prozent eines Systems seien übertragbar, nur etwa die letzten 20 Prozent müsse man individuell an das Unternehmen anpassen. Niemand vor Konkurrenz Angst haben, könne aber von Erfahrungen der Großen profitieren. So würde eine Win-Win Situation durch die Zusammenarbeit mit dem iisys geschaffen und er hoffe, dass auch die Teilnehmer des 3. Workshops sich zu konkreten Projekten entschließen – wie es bereits die Rausch & Pausch GmbH mit „Industrie 4.0 Pilot@RAPA", BHS Corrugated mit „Maschinendatenanalyse für den Betrieb von großen Produktionsanlagen“, die Firma Hardy Barth mit „MAGIC“ (Multi-agent-generic-infrastructure for charging) und die Firmen Bitzinger und Typo3-Agentur Oberfranken mit „Typo3-RapidDelivery“ getan haben. Wer mehr zu dem Thema oder zu den Fördermitteln, die für die Projekte bereitstehen, wissen will, kann sich unter http://bit.ly/2o5JSjF informieren.

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(von links nach rechts) Dr. Georg Jung, Forschungsgruppenleiter Smart Grids am iisys, Dr. Alois Kastner-Maresch, CEO LivingLogic, Prof. Dr. Richard Göbel, wissenschaftlicher Leiter iisys, Hermann Hohenberger, Geschäftsführer Digitales Gründerzentrum, Anne-Christine Habbel, Geschäftsführerin iisys, Dr. Oliver Bär, Landrat

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Landratsamt Hof, 07.04.2017