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Jugendhilfeausschuss nimmt Jahresbericht zur Kenntnis und begrüßt Projekte im Rahmen der Bildungsregion Stadt und Landkreis Hof. Außerdem gibt es Zuschüsse für Baumaßnahmen bei Einrichtungen der Jugendarbeit

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Hof stellte Gerhard Zeitler, Leiter des Fachbereiches Jugend und Soziales, den Mitgliedern den Jahresbericht 2016 vor und gab Einblicke in die Vielfalt der Arbeit des Jugendamtes. Neu eingeführt habe man eine Rufbereitschaft. Mitarbeiter des Jugendamtes seien seit März 2017 auch am Wochenende erreichbar, um in Notsituationen zu beraten und zu helfen.

Die Zahl der in der Bundesrepublik Deutschland betreuten und versorgten unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UMA) ist gegenwärtig stabil. Eine Steigerung von 7,7 Prozent zum Vorjahr gab es im Bereich der Wirtschaftlichen Jugendhilfe in Deutschland bei den Ausgaben mit insgesamt 40,7 Milliarden Euro in 2015. Beim Landkreis Hof haben sich die Ausgaben in den letzten zehn Jahren verdreifacht, von knapp 3 Millionen Euro im Jahr 2006 auf nunmehr 9 Millionen Euro im Jahr 2016.
34,4 Prozent der Kinder im Landkreis traten nach der vierten Klasse auf die Mittelschule über, 27,4 Prozent auf die Realschule und 36,4 Prozent wechseln auf das Gymnasium. Die Arbeitslosenquote der unter 25 Jährigen beläuft sich im Landkreis Hof auf 3,2 Prozent. „Dies entspricht in etwa dem bayernweiten Wert von 3,1 Prozent“, so Zeitler. Bei der Betreuungsquote bei Kindern unter drei Jahren liegt der Landkreis mit 32,1 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt von 25,2 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt die Quote bei 89,6 Prozent. Die Anzahl der Fälle für Hilfe zur Erziehung habe sich vom Vorjahr von 429 auf 474 in 2016 erhöht. Sehr gestiegen seien in den letzten Jahren die Fallzahlen nach § 34 Kinder- und Jugendhilfegesetz, dabei handelt es sich um die Unterbringung von Kindern oder Jugendlichen in einer Einrichtung. Diese nimmt mit 27,1 Prozent einen großen Stellenwert bei den gesamten Hilfemaßnahmen ein. „Die Entwicklungen zeigen, dass die Kinder- und Jugendhilfe die handelnden Akteure jedes Jahr vor neue Herausforderungen stellt. Es gilt, sich ständig neu aufzustellen.“ so Gerhard Zeitler.

Der Jugendhilfeausschuss hatte auch über die weitere Förderung der Extremismuspräventionsarbeit, für die eine neue Fachkraft eingestellt wird, im Bereich der Gemeindejugendarbeit zu beschließen. Das Gremium stimmte einer anteiligen Finanzierung der Stelle für die Zeit vom 1.1.2018 bis.31.12.2021 in Höhe von jährlich 17.750 Euro zu. In gleicher Höhe werden sich die Evang. Landeskirche und voraussichtlich die Gemeinde Regnitzlosau an der Finanzierung der Vollzeitstelle beteiligen. Das Arbeitsverhältnis mit der bisherigen Fachkraft läuft zum 31.12.2017 aus.

Weiter auf der Tagesordnung standen einige Projekte, die im Rahmen der Bewerbung um das Gütesiegel „Bildungsregion“ angestoßen wurden. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses begrüßten es einstimmig, Familienpatenschaften zur Förderung der Erziehungsverantwortung in Familien ins Leben zu rufen. Dabei geht es um 12 sog. Familienpaten, die ehrenamtlich in hilfebedürftigen Familien Hilfe leisten und diese bei der Alltagsbewältigung unterstützen Die Koordination soll von einem freien Träger der Jugendhilfe übernommen werden. Die Kosten dafür werden sich auf ca. 25.000 Euro belaufen.

Auch die Initiative einer Nachbarschaftsbörse im Rahmen der „Bildungsregion“ begrüßte das Gremium. Hier geht es darum, älteren Menschen mit Jüngeren in Kontakt zu bringen und über eine Taschengeldbörse“ Dienstleistungen zu vermitteln. Der Jugendhilfeausschuss beschloss, alle bereits bestehenden Initiativen an einem Runden Tisch zusammenzubringen und danach über etwaige Förderungen zu entscheiden.

Die Mitglieder folgten dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, für geplante Maßnahmen im Bereich des Brandschutzes im Jugendübernachtungshaus Hirschbergheim der Evang. -Luth. Kirchengemeinde Rehau einen Zuschuss in Höhe von 3.200 Euro zu gewähren. Ebenso bewilligte das Gremium einen Zuschuss von 5.500 Euro für geplante Umbaumaßnahmen im Untergeschoss sowie Maßnahmen im Bereich des Brandschutzes im Barbaraheim der Kath. Kirchenstiftung Münchberg.